Lebensweltorientierte Beratung neonazistisch involvierter junger Menschen im Spannungsfeld von Nicht-Freiwilligkeit und gelingender Prozessgestaltung
Sarah Köhler diskutiert in dem corax-Artikel, ob Distanzierungsberatung für neonazistisch involvierte Jugendliche nur auf freiwilliger Basis funktionieren kann oder auch in als Zwang erlebten Kontexten, etwa bei schulischen Auflagen. Sie argumentiert, dass trotz fehlender Freiwilligkeit eine tragfähige Arbeitsbeziehung möglich ist, wenn Berater*innen offen mit dem Zwangskontext umgehen, authentisch kommunizieren, die Lebenswelt der Jugendlichen ernst nehmen und ihnen Autonomie sowie Expert*innenstatus über ihre eigene Situation zugestehen. Ziel ist es, durch eine vertrauensvolle Beziehung und das Verständnis der subjektiven Gründe für die Involvierung Veränderungsprozesse zu ermöglichen, ohne Druck auszuüben oder lediglich formales Wohlverhalten zu erzeugen.
Der Artikel „Distanzierungsberatung im Zwangskontext. Lebensweltorientierte Beratung neonazistisch involvierter junger Menschen im Spannungsfeld von Nicht-Freiwilligkeit und gelingender Prozessgestaltung“ von Sarah Köhler ist in der corax-Ausgabe 4&5/2025 in der Rubrik „praxis und projekte“ erschienen.
Mehr Informationen zum corax-Fachmagazin für Kinder- und Jugendarbeit der AGJF Sachen e.V.
Weitere Informationen zur Bestellung des corax: https://www.corax-magazin.de/shop
Bild: Cover corax 4&5/2025

